Audioventures

Augen zu und durch

Kategorie: Audiolink

Hier sammeln wir Hörempfehlungen. Die Audiolinks gibt es auch als Podcast.

Audiolink: Zaatari – Gebrauchsanleitung eines Flüchtlingslagers

Dieses Feature ist Thema des kommenden Audioventures-Podcasts. Autorin Monika Kalcsics wird von ihrer Arbeit mit Mikrofon und Aufnahmegerät in dem Flüchtlingslager erzählen. Damit ihr euch die ORF/BR/WDR-Koproduktion vor dem Gespräch mit der Autorin anhören könnt, verlinken wir hier auf WDR 5.

Zaatari ist inzwischen eine der größten Städte Jordaniens – doch bis vor Kurzem war hier nichts als Wüste. Dann kamen die Flüchtlinge. Bis zu 1500 pro Nacht strömten aus Syrien in das Lager. Jetzt leben dort 100.000 Menschen. Die “Gebrauchsanleitung eines Flüchtlingslagers” zeigt, wie Hilfsorganisationen versuchen, das Lager zu managen – und vor allem wie die Flüchtlinge vieles selbst in die Hand nehmen.

Audiolink: Das Hacker-Syndrom

Das Hacker-Syndrom ist Thema des kommenden Audioventures-Podcasts. Autor Johannes Nichelmann wird darin erzählen, wie die Sendung zustande gekommen ist. Damit ihr sie euch vorher anhören könnt, verlinken wir hier auf WDR 3.

Audiolink: Knigge für Migranten?

Diese eindringliche Hörempfehlung von Sandra Müller gebe ich hier einfach mal weiter.

Das ist die irritierendste, faszinierendste, verstörendste, überraschendste Radiosendung, die ich je gehört habe. (…) Authentisch wie es authentischer nicht geht. In der Art habe ich das noch nie gehört. “Radio wie es sein soll,” denke ich.

Für mich ist diese Sendung wie einer dieser Kinofilme, bei denen man noch sitzen bleibt beim Abspann, weil man so ratlos baff ist. Ulrich Gineigers Sendung nennt Probleme mit jungen Migranten in Deutschland derartig beim Namen, wie ich es in den Medien noch nicht gehört oder gelesen habe. Der Autor ist nah dran am Thema, trifft seine Gesprächspartner am Ort des Geschehens und arrangiert seine Interviews und Reportagen in einer geschickten Dramaturgie. Das ist sehr, sehr hörenswert und Sandra übertreibt mit ihrer Euphorie wirklich nur ein kleines bisschen.

Meine Kritikpunkte: Der Autor spricht nur mit den Opfern und nur über die Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Lösungsmöglichkeiten klingen nicht einmal an. Und alles wirkt eher wie eine gefühlte Wahrheit; Fakten, Studien, Statistiken bleiben außen vor. Sandra führt manches davon und ein paar andere Punkte bei radio-machen.de aus.

Die Abspannjazzmusik läuft aus und ich brauchte noch ein paar Sekunden, bis ich die Ohrhörer ablege.

Hier geht’s zur  Sendung “Knigge für Migranten?” beim Deutschlandfunk.

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